4 TIPPS AUS 20 JAHREN FÜHRUNGSTRAINING

Tipp 1: Zeit für Reflexion der Zusammenarbeit

Führungskräfte reden mit ihren Mitarbeitern regelmäßig über das Tagesgeschäft, die Aufgabenverteilung und operative Probleme. Die Kommunikation mit den Teammitgliedern ist zu 99 Prozent fachbezogen oder administrativ. ABER: Kaum eine Führungskraft reflektiert die interne Zusammenarbeit oder gar die eigene Führung mit dem Team.

  • Wie gut arbeiten wir zusammen?
  • Wie können wir uns organisatorisch verbessern?
  • Wie könnten wir uns noch besser ergänzen?
  • Wo haben wir unnötige Wartezeiten oder Verzögerungen?
  • Welche Erwartungen bestehen vom Team an die Führungskraft bezüglich guter Führung?

Solche Fragen im Team zu erörtern erfordert ein eigenes Gesprächsformat und muss durch die Führungskraft initiiert werden, sonst findet es nicht bzw. reaktiv statt.

Ein ganz einfacher erster Schritt zur Reflexion der Zusammenarbeit ist am Ende jeden Meetings eine 10-minütige Feedbackrunde einzuführen:

Was war im heuteigen Meeting besonders nützlich?

Was können wir im nächsten Meeting verbessern?

Das Team fühlt sich dadurch mehr einbezogen und arbeitet an der steten Verbesserung der eigenen Prozesse mit. Feedbackgeben wird dadurch gelebt und zur Routine. In unseren sogenannten Führungsdialogen erarbeitet das Team mit deren Führungskraft Verbesserungsmaßnahmen in der Zusammenarbeit heraus. Oftmals in unseren Workshops zum ersten Mal. Es ist also leider keine Alltagserfahrung!

Tipp 2: Dialog statt Monolog

Wenn ich mit Führungskräften über Meetings spreche, frage ich stets nach ihrem Redeanteil. Dieser ist in der Regel viel zu hoch! Wenn Führungskräfte 80 Prozent des Meetings sprechen, so wird die Rolle der Teammitglieder aufs Zuhören beschränkt. Diese sind dann lediglich Informationsempfänger. Von Kommunikation kann da längst nicht mehr geredet werden.

Ideal wären ausgeglichene Redeanteile, in denen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligen und mitgestalten. Die Mitverantwortung für das Thema wird dadurch enorm gesteigert. Reine Information kann oftmals vorab per E-Mail zum Lesen versendet werden oder auch an andere Teammitglieder delegiert werden.

Gute Führung hat deshalb die Aufgabe, Meetings so zu gestalten, dass Beteiligung möglich wird und Dialog im Team gesteuert wird.
Mein Tipp: die Themen vorab nach Information, Diskussion und Entscheidung zu gliedern. Achten Sie dabei auf Ausgewogenheit! Eine Beschreibung dazu finden Sie unter „I.D.E.“ in unserer Toolbox

Tipp 3: Verfolgen Sie ein gemeinsames Teamziel

Nur wenige Teams, die ich kennengelernt habe, verfolgen ein gemeinsames, klares Teamziel. Zwar haben alle mehr oder weniger eigene Zielvorgaben und Kennzahlen. Ein Teamziel ist aber ein allen bekanntes und selbst gestecktes Ziel, welches das Team gemeinschaftlich erreichen will.

  • Was möchten Sie miteinander bis Jahresende erreicht haben?
  • Woran werden Sie erkennen, dass Sie erfolgreich sind?
  • Wie verfolgen Sie dieses Ziel im Alltag nach?

Die Folgen davon sind weitreichend: Gibt es kein gemeinschaftliches Ziel, entsteht auch schwerlich ein „Teamgefühl“. Stattdessen arbeitet jeder an seinen Aufgaben – jeder zieht an seinem Strang, statt alle gemeinsam am Teamstrang. Echte Teamerfahrung und Teamleistung lebt vom gemeinsamen Ziel, das regelmäßig in den Meetings nachverfolgt wird. Dadurch fühlt sich das Team verbunden und angespornt gleichzeitig.

Wir haben in unserer Toolbox einen „Zielplan“ zum Download. Darin werden Ziele und Maßnahmen auf einer Seite zusammengefasst.

Tipp 4: Visualisierung

Sieht man sich in Meetingräumen um, so sehe ich selten eine Wand mit einem aktuellen Ziel oder Aufgabenplan. Visuelle Ziele sind erwiesenermaßen erfolgreicher. Es zeigt auch, wie ein Team am Ball bleibt und welche Fortschritte erzielt wurden. Das wiederum nährt die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter.
Das aus meiner Sicht stärkste Tool dazu ist ein Kanbanboard. Dieses Board vereint gleich mehrere Faktoren in einer Methode: Ein klares, priorisiertes Ziel, kollaborativ verteilte Aufgaben, Fortschrittskontrolle, regelmäßige Reflexion der Zusammenarbeit und Visualität. Auch dazu finden Sie im Angebot von Weiß & Senninger ein nützliches Tool.

Fazit:
„Erkläre es mir und ich werde vergessen. Zeige es mir und ich werde mich erinnern. Lass es mich selbst tun und ich werde es verstehen.“ (Konfuzius)

Ähnlich wie es ein empathischer Lehrer schafft, die Eigenmotivation seiner Schüler gezielt zu aktivieren und Wissen nachhaltig zu vermitteln, ist eine Führungskraft gefordert. Teamführung ist dabei eine Kernaufgabe. Leider treffe ich im Alltag dazu wenig umgesetzte Ideen an. Wer sich in einem „echten“ Team fühlt, bringt ein anderes Engagement ein, kennt die Zusammenhänge und arbeitet stetig an der Verbesserung der Zusammenarbeit und: ist stolz darauf dazu zu gehören. Alfried Weiß und ich unterstützen Sie als Partner für Entwicklung gerne mit einem passgenau auf Ihre Situation zugeschnittenen Führungsworkshop. Beispielsweise damit

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