Zwischen Realität und Idealzustand: Teamentwicklung ist ein Prozess

In den meisten Stellenangeboten wird von Bewerbern „selbstständiges Arbeiten“ und „ausgeprägte Teamorientierung“ gefordert. Schließen sich diese beiden Kompetenzen nicht gegenseitig aus? Keineswegs, denn sie stehen vielmehr für wichtige Synergie, den eigentlichen Sinn und Nutzen von Teamarbeit. Wenn jeder seine individuellen fachlichen Stärken eigenverantwortlich einbringt und sich alle zugleich gegenseitig unterstützen, ist der Weg zum Spitzenteam nicht mehr weit. Doch warum wird dieser Idealzustand in der Praxis allzu häufig verfehlt?

Eine Gruppe von Einzelkönnern wird nicht automatisch zu einer starken, leistungsfähigen Gemeinschaft. Teamentwicklung ist deshalb der Schlüssel zum Erfolg. Doch im stressigen Tagesgeschäft geht das Bewusstsein für den Wert eines funktionierenden und produktiven Teams oftmals verloren. Unter ständigem Zeitdruck wird das termingerechte Liefern von Ergebnissen wichtiger als der Teamgedanke – das bleibt mittel- und langfristig nicht ohne Folgen. Mangelnde Kommunikation und das Fehlen klarer Strukturen führen zu Konflikten statt zum Miteinander. Die Motivation sinkt, die Unzufriedenheit wächst. Im schlimmsten Fall verlangsamen solche Teams den Workflow im Unternehmen und verursachen damit wirtschaftlichen Schaden. Deshalb sind Sie als Führungskraft ebenso wie das Team selbst gefordert.

Als Verantwortlicher sorgen Sie auf der Sachebene dafür, dass alle Teammitglieder die gemeinsamen Ziele und Aufgaben sowie die Abläufe ganz genau kennen und verinnerlichen. Die Beziehungsebene ist mindestens ebenso wichtig. Wer täglich bis zu acht Stunden oder mehr in der Arbeitsumgebung verbringt, muss sich dort wohlfühlen und Vertrauen spüren. Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten in einer motivierenden, von Wertschätzung geprägten Atmosphäre nachweislich mehr. Sie fokussieren sich auf die Ziele und identifizieren sich mit dem Unternehmen. Kommunikation ist dabei der entscheidende Faktor. Menschen, die regelmäßig miteinander sprechen, die sich akzeptieren und respektieren, arbeiten nachweislich vertrauensvoller und erfolgreicher zusammen. Sie unterstützen sich gegenseitig und lernen sogar voneinander. Miteinander statt übereinander reden – das muss der Anspruch aller im Team sein. Ein solches Teamwork erzeugt die gewünschten Synergien. Konflikte werden niemals ausbleiben. Aber Sie haben es in der Hand, anstelle von Problemen daraus neue Energie und Kraft entstehen zu lassen.

Teamentwicklung ist ein stetiger, dynamischer Prozess, kein einmaliges Projekt. Es ist deshalb empfehlenswert, nicht nur objektiv problembehaftete Teams immer wieder zu analysieren. Wo gibt es Handlungsbedarf? Zum Schnelltest

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