Generation Y – catch me if you can

Ein Fünftel der arbeitenden Bevölkerung zählen zur Generation Y. Diese Generation zeichnen Werte aus, die es Personalentwicklern schwer machen, Mitarbeiter dieser Generation zu rekrutieren und sie langfristig ans Unternehmen zu binden. Doch es gibt eine Lösung.

Der Begriff „Generation Y“ beschreibt alle Menschen, die zwischen 1980 und 1999 geboren wurden – kurz gesagt, es sind die ersten Digital Natives. Sie sind mit mobile Phones, Tablets und Laptop aufgewachsen – immer online und auf Social-Media-Portalen zuhause. Sie sind es gewohnt, ständig kommunizieren zu können, auch über Ländergrenzen hinweg. Sie leben in einer Welt, die ihnen viele Alternativen bietet. Keine Generation vor ihnen hatte eine so enorme Auswahl an Lebensentwürfen. Bei der „Generation Y“ handelt es sich nicht um ein auserlesenes, kleines Grüppchen – laut Statistischem Bundesamt gehörten 2015 in Deutschland rund 22 Prozent der Gesamtbevölkerung und rund 20 Prozent der Arbeitskräfte dazu.

Die „Generation Y“ ist im Arbeitsleben angekommen und stellt Unternehmen wie Führungskräfte vor neue Herausforderungen. Früher suchten sich die Unternehmen die besten Mitarbeiter aus einem großen Pool an Bewerbern aus. Dies kehrt sich nun um. Der demografische Wandel lässt einerseits das Bewerberangebot sinken, andererseits steigt dank brummender Wirtschaftslage die Nachfrage. Das Gerangel um die Talente läuft schon längst. Arbeitgeber haben momentan sogar eine Bringschuld: Sie müssen sich für ihre Mitarbeiter attraktiv halten und gleichzeitig junge Fach- und Führungskräfte anlocken.

Dabei gilt es, Rücksicht auf die Werte und Vorstellungen der „Generation Y“ zu nehmen. Eine Studie der TU Chemnitz beschreibt sie so: Sie haben eine hohe Veränderungsbereitschaft und ein geringes Sicherheitsbedürfnis, sie sind tolerant und flexibel, sie stellen hohe Anforderungen an ihren Job, sie suchen das Gleichgewicht zwischen Privat- und Arbeitsleben, sie sind ehrgeizig, pflichtbewusst, leistungsorientiert und die Arbeit muss interessant sein.

Die „Generation Y“ agiert selbstbewusst und wechselt lieber den Arbeitgeber, als sich an inakzeptable Verhältnisse anzupassen. Sie fordern, das klassische, hierarchische Führungsverständnis umzudenken. Gerade dies ist für mittelständische Unternehmen die große Chance, weil sie flexibler reagieren und Faktoren wie Betriebsklima und Führungsverhalten schneller ändern können als große Konzerne.

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