Lass. Mich. Machen.

Feuerwehrmänner – jeder von ihnen trägt Verantwortung. Das gehört zum Job.

Feuerwehrmänner – jeder von ihnen trägt Verantwortung. Das gehört zum Job.

Hank liebt seinen Beruf und sein Chef schätzt Hanks fundiertes Wissen im Online-Marketing. Beste Voraussetzung für ein gedeihliches Miteinander, gekrönt von vielen Erfolgen? Leider nein, denn Hank übernimmt keine Verantwortung, wie sein Chef meint: „Die dauernden Rücksprachen rauben meine Zeit. Jeden Lösungsvorschlag muss ich freigeben.“ Dieses Verhalten ist in Deutschlands Unternehmen flächendeckend anzutreffen. Woran liegt das? Man könnte allzu einfach die Schuld dem unmotivierten Mitarbeiter zuschieben. Eine simple wie sinnlose Option. Es lohnt sich, dem Problem auf den Grund zu gehen.

Wie entsteht Verantwortungsgefühl und welche Bedingungen sind notwendig, damit ein Mitarbeiter Verantwortung übernimmt?
Wichtigste Voraussetzung ist, dass klar sein muss, wer wann was mit wem macht. Das klingt einfacher als es ist. Es bedarf jedoch genauer Überlegungen, um konkret festzulegen, wer letztendlich welche Aufgaben übernimmt. „Wer“ darf natürlich nur eine Person sein, nicht mehrere. Denn sonst entsteht der „Jeder könnte“-Effekt und damit wird die Verantwortung nicht klar zugeordnet.

Unser Tipp 1: Sorgen Sie am Ende einer Entscheidung dafür, dass ein eindeutiger Name in der „Wer“-Spalte des Meeting-Protokolls steht.

Die zweite Voraussetzung ist, dass jemand, der Verantwortung übernehmen soll, auch Befugnisse braucht. Verantwortung ohne Befugnis ist Ohnmacht. Ein Vorgesetzter muss einen Teil seiner Macht aufgeben, damit sein Mitarbeiter eigenverantwortlich agieren kann.

Unser Tipp 2: Sorgen Sie dafür, dass delegierte Aufgaben mit entsprechender Entscheidungsbefugnis bzw. Vollmacht erteilt werden.

Die dritte Voraussetzung ist, dass Verantwortung tragen auch bedeutet, die Konsequenzen zu übernehmen. Nichts ist schlimmer, als einen Mitarbeiter zu entmachten, indem der Vorgesetzte ihm die Aufgabe wieder abnimmt, weil er sie schneller, besser erledigt. Damit wird jegliche Motivation und jegliches Verantwortungsgefühl zerstört.

Unser Tipp 3: Halten Sie sich an das eherne Gesetz der Delegation: Tun Sie nichts, was Ihr Mitarbeiter selbst tun könnte. Lassen Sie ihn machen.


Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen. So erkennen Sie sie.
Delegieren lernen mit Weiß & Senninger


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