Kleines Lob, große Wirkung – Warum es wichtig ist, Erfolge zu feiern

Lob bewirkt Wunder. Es motiviert, hebt die Stimmung und verbessert das Arbeitsklima. Doch Deutschland ist hinsichtlich Lobkultur ein Entwicklungsland. Es gilt: Mitarbeiter nicht zu kritisieren ist Auszeichnung genug. Oder aber das Lob kommt nicht von Herzen. Es wird gelobt, weil Führungskräfte das halt so machen müssen. Damit verschenken Sie viel Potenzial.

An diesem Tag kann nichts mehr schief gehen.

An diesem Tag kann nichts mehr schief gehen.

Kennen Sie das? Sie kommen nach einem arbeitsreichen Tag nachhause, sind erschöpft und haben trotzdem das Gefühl, nichts geleistet zu haben? Vielleicht liegt es am Zeigarnik-Effekt? Der nach der russischen Psychologin Bljuma Wulfowna Seigarnik benannte Effekt besagt, dass man sich an unterbrochene, unerledigte Aufgaben besser erinnert als an erledigte. Auch wenn der Tag erfolgreich war, empfindet man ihn anders und häuft so Frustration auf Frustration.

Umso wichtiger ist es, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter loben und bestätigen. Lob bewirkt Wunder. Es motiviert, hebt die Stimmung, sorgt für ein gutes Arbeitsklima und beeinflusst positiv die Zufriedenheit der Mitarbeiter und ihre Produktivität. Wie bei allen Methoden, die die Motivation ansprechen, geht es auch beim Erfolge feiern um die richtige Dosis. Es wäre kontraproduktiv, für jede erledigte Aufgabe eine Flasche Sekt zu spendieren. „Echtes Loben sollte stets am konkreten Beispiel erfolgen. Damit vermeidet man ein oberflächliches Honig-um-den-Mund-schmieren. Wenn die Führungskraft die eigenen Gefühle ausdrückt, dann wirkt das Lob echt“, sagt Führungskräftetrainer Tom Senninger.

Hinsichtlich Lobkultur ist Deutschland ein Entwicklungsland – eine Befragung der Kraftwerk Anerkennung OG aus dem Jahre 2014 ergibt, dass 60 Prozent der Befragten nur einmal im Monat oder seltener gelobt werden. Zwischen zwei positiven Rückmeldungen liegen im Schnitt 75 Tage. Bei Arbeitnehmern ohne Führungsposition sind sogar 67 Prozent der Meinung, selten oder nie Anerkennung zu erhalten. Ein Zustand, der dringend geändert werden sollte. Weiß & Senninger will dazu beitragen und hat 75 Vorschläge erarbeitet, wie Erfolge gefeiert werden können. Sie finden Sie im nächsten Beitrag.

Loben will gelernt sein
Nichts geht manchen Führungskräften schwerer von der Zunge als ein echt gemeintes Lob. In unserem Führungskräfteseminar „Teamführung“ ist das Thema Motivieren durch Lob ein Baustein, der diskutiert und ausprobiert wird.

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